Das Informationssystem der EU lehnt Sorgfaltserklärungen ab, wenn die GeoJSON-Datei gegen die Regeln der Kommission verstößt, etwa bei offenen Umrissen, Löchern im Polygon oder Punkten über vier Hektar. Der Prüfer liest Ihre Datei im Browser und zeigt je Fläche, was das System ablehnen würde, was riskant ist und wie Sie es beheben. Die Datei verlässt dabei Ihren Rechner nicht.
Grundlage sind die GeoJSON-Beschreibung der Kommission mit ihrer Liste typischer Fehler, die Validierungsregeln und die Schnittstellenbeschreibung des Informationssystems, das Benutzerhandbuch, die FAQ der Kommission und die Verordnung selbst. Jede Regel hat eine von drei Stufen:
| Bereich | Was geprüft wird |
|---|---|
| Datei | Format (kein PDF, ZIP, KML oder CSV), Endung, UTF-8, JSON-Syntax mit Zeile und Spalte, Größe bis 25 MB |
| Aufbau | FeatureCollection und Features, zulässige Geometrietypen, Verschachtelung, Zahlen statt Text, Bezugssystem WGS84 |
| Koordinaten | Wertebereich, vertauschte Achsen (wenn die Breite dadurch über 90 Grad liegt), Meter statt Grad, mindestens sechs Nachkommastellen, Dezimalkomma, Nullpunkt |
| Polygone | keine Löcher, geschlossener Umriss, mindestens vier Punkte, keine doppelten Punkte nach dem Abschneiden auf sechs Stellen, keine gerade Linie, keine Selbstüberschneidung, Teile eines MultiPolygon, die sich überlappen oder eine Kante teilen, Datumsgrenze, kreisförmige Umrisse |
| Fläche | Punkt über 4 ha, Area fehlt oder steht als Text, Mindestfläche, Area gegen berechnete Fläche (Acres, Quadratmeter) |
| Eigenschaften | Schreibweise von ProducerName, ProducerCountry, ProductionPlace und Area, ISO-Ländercode, mehrere Länder in einer Datei, Zahl der Erzeuger |
| Dubletten | gleiche Flächen, Punkte mit identischen Koordinaten (Sammelstelle), Überlappungen, Punkte im Polygon einer anderen Fläche |
Nicht geprüft werden die Entwaldungsfreiheit und die Legalität, beides Teil der Risikobewertung, außerdem ob ein Polygon genau ein Grundstück umfasst, ob ein Punkt im angegebenen Erzeugerland liegt und ob Länge und Breite vertauscht sind, solange beide Werte im gültigen Bereich bleiben (dafür braucht es den Abgleich mit dem Erzeugerland). Wo sich die Unterlagen der Kommission widersprechen, etwa bei der Mindestfläche für Punkte (0,1 ha im Benutzerhandbuch, 0,0001 ha in den Validierungsregeln), nennt der Bericht beide Angaben.
Quellen: Verordnung (EU) 2023/1115, GeoJSON-Beschreibung der Kommission (Stand 17.08.2026), API- und UI-Validierungsregeln, Operator API Reference V3, Benutzerhandbuch des Informationssystems, Version 3.0, FAQ der Kommission.
Der Prüfer läuft vollständig in Ihrem Browser. Die Datei wird nicht hochgeladen, nicht gespeichert und an niemanden übertragen; das Werkzeug lädt keine Bibliotheken und keine Kartendienste nach, die Kartenskizze entsteht aus Ihren eigenen Koordinaten. Schließen Sie die Seite, ist alles weg. Bei Kleinbauern steht in ProducerName oft der Name einer Person, ein Grund mehr, warum die Datei Ihren Rechner nicht verlässt. Nur wenn Sie im Cookie-Banner der Analyse zugestimmt haben, zählt Google Analytics, ob eine Prüfung Fehler ergab, wie viele Flächen sie ungefähr umfasste und welche Regeln anschlugen, nie Dateinamen, Namen oder Koordinaten.
Dann hat der Prüfer keinen Verstoß gegen die veröffentlichten Regeln der Kommission gefunden. Eine Garantie für den Upload ist das nicht: Die Validierungsregeln beschreiben nach eigener Angabe nicht jede Prüfung des Systems. Und ob die Flächen nach dem 31. Dezember 2020 entwaldet wurden, prüft der Prüfer nicht; das gehört in die Risikobewertung.
Artikel 2 Nummer 28 der Verordnung verlangt Koordinaten mit mindestens sechs Dezimalstellen. Nach FAQ 7.17 der Kommission füllt das Informationssystem kürzere Werte mit Nullen auf und nimmt die Datei an. Die Genauigkeit bleibt aber die Ihrer Daten, bei vier Stellen rund 11 Meter. Deshalb meldet der Prüfer eine Warnung. Weil viele Programme Endnullen weglassen (aus 6.140880 wird 6.14088), warnt er bei einzelnen Punkten mit fünf Stellen nur, wenn die Datei auch insgesamt nach kürzeren Koordinaten aussieht.
Die Unterlagen der Kommission widersprechen sich: Die Validierungsregeln des Informationssystems verlangen mindestens 0,0001 Hektar, das Benutzerhandbuch in Version 3.0 nennt 0,1 Hektar. Der Prüfer meldet Werte unter 0,0001 ha als Fehler und Werte unter 0,1 ha als Warnung. Solche Flächen testen Sie am besten vorab in der Testumgebung.
Für Polygone auf dem WGS84-Ellipsoid, über die flächentreue Projektion mit authalischer Breite. Die Area-Werte in den Beispielen der Kommission passen dagegen zu einer Kugel mit 6.378.137 Metern Radius; der Unterschied liegt unter einem Prozent, der Bericht nennt beide Werte. Für Punkte zählt die Angabe in Area, denn die GeoJSON-Beschreibung sieht Area nur für Punkte vor.
Das Informationssystem nimmt nur GeoJSON an. Eine CSV-Tabelle wandelt das Skript aus unserem EUDR-Geodaten-Paket in GeoJSON um; Paket, Vorlagen und Anleitung stehen im Artikel zu den Geodaten von Lieferanten. Eine Excel-Tabelle speichern Sie vorher als CSV.
Nein. Der Prüfer liest die Datei im Browser, schickt sie an keinen Server und speichert nichts, auch nicht im Browser. Den Bericht speichern Sie selbst als CSV oder über die Druckfunktion als PDF.
Welche Angaben Sie von Lieferanten anfordern, wann ein Punkt genügt und welche Fehler die Kommission auflistet, steht im Artikel Geodaten von Lieferanten für die EUDR, mit Vorlagen als CSV und GeoJSON. Ob Sie überhaupt Geodaten brauchen, klärt der EUDR-Check in zwei Minuten.
Zum Ausprobieren: Beispieldatei ohne Fehler und Beispieldatei mit Fehlern (GeoJSON, erfundene Flächen in Côte d'Ivoire).
Ihre Lieferanten tragen ihre Anbauflächen selbst ein, über ein Portal ohne Login, als Koordinaten oder als Polygon. Polygon One zeigt jede Fläche auf der Karte und meldet, wenn etwas fehlt oder nicht zusammenpasst.
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Oder direkt per E-Mail: a.ruetjes@polygon-one.com
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