Aktualisiert am 4. September 2026. Lesezeit etwa 22 Minuten.

Wer 2026 nach einer EUDR Software sucht, findet einen unübersichtlichen Markt. Allein im deutschsprachigen Raum konkurrieren nach Angaben des Vermittlers Matchilla über 30 Anbieter, von Konzernplattformen mit Satellitenkonstellation bis zu Nischenwerkzeugen für einzelne Branchen. Dieser EUDR Software Vergleich ordnet die zehn wichtigsten Anbieter nach zwölf prüfbaren Kriterien ein, erklärt, welche Software Sie je nach Rolle in der Lieferkette überhaupt brauchen, und zeigt, warum Polygon One für mittelständische Importeure, Hersteller und Händler aus unserer Sicht die beste Wahl ist.
Transparenzhinweis. Dieser Vergleich stammt von Polygon One, einem der verglichenen Anbieter. Alle Angaben zu anderen Anbietern beruhen ausschließlich auf deren öffentlicher Dokumentation, Stand 4. September 2026, die Quellen finden Sie am Ende des Artikels. Wo wir keine öffentliche Angabe gefunden haben, steht das so in der Tabelle, es bedeutet nicht, dass die Funktion fehlt. Bewertungen wie "beste Wahl" sind unsere Einschätzung. Korrekturen nehmen wir gerne entgegen.
Die EU-Entwaldungsverordnung (Verordnung (EU) 2023/1115) gilt ab dem 30. Dezember 2026 für große und mittlere Unternehmen sowie für Kleinst- und Kleinunternehmen im Holzbereich, ab dem 30. Juni 2027 für die übrigen Kleinst- und Kleinunternehmen. Mit der Verordnung (EU) 2025/2650 wurde das Rollenmodell grundlegend vereinfacht. Nur noch vorgelagerte Marktteilnehmer, also Importeure, Erstinverkehrbringer und Exporteure, erfüllen die vollständige Sorgfaltspflicht und reichen Sorgfaltserklärungen (DDS) im EU-Informationssystem ein. Nachgelagerte Marktteilnehmer und Händler erfassen und dokumentieren Referenznummern. Kleinst- und Kleinprimärerzeuger geben eine einmalige vereinfachte Erklärung ab. Wie das Informationssystem selbst funktioniert, haben wir in unserem Artikel zum EUDR Informationssystem beschrieben.
Für die Softwareauswahl heißt das: Ein Tool, das nur Sorgfaltserklärungen erzeugt, deckt den Prozess nicht ab. Die Verordnung verlangt in den Artikeln 9 bis 12 einen dokumentierten Ablauf aus Informationssammlung, Risikobewertung, Risikominderung und jährlich überprüfter Sorgfaltspflichtregelung, dazu fünf Jahre Aufbewahrung aller Nachweise. Die Sorgfaltserklärung ist nur das Ergebnis am Ende.
| Pflicht nach der EUDR | Was die Software dafür können muss |
|---|---|
| Betroffenheit klären (Anhang I) | Artikel automatisch anhand des HS-Codes einstufen, Änderungen des Anhangs nachziehen |
| Informationssammlung (Art. 9) | Geodaten, Dokumente und Lieferantenangaben strukturiert erfassen, Lieferanten ohne Hürden einbinden |
| Risikobewertung (Art. 10) | Entwaldungsrisiko per Satellitenauswertung, Legalitätsrisiko per Dokumenten und Fragebogen, Länderrisiko nach EU-Benchmarking |
| Risikominderung (Art. 11) | Befunde nachvollziehbar bearbeiten, Nachweise anfordern, Entscheidungen dokumentieren |
| Sorgfaltserklärung (Art. 4, Art. 33) | Direkte Anbindung an das Informationssystem, Referenz- und Prüfnummer automatisch abrufen, Status verfolgen |
| Nachgelagerte Pflichten (Art. 5) | Referenznummern der Lieferanten erfassen, gegen das Informationssystem prüfen, mit eigenen Verkaufsartikeln verknüpfen |
| Dokumentation und Kontrolle (Art. 12) | Audit-Log, Berichte, Exportpaket für Behörden, fünf Jahre Aufbewahrung |
| Zoll (Art. 26) | Referenznummer rechtzeitig vor der Zollanmeldung verfügbar, Mengen gegen die Erklärung verfolgen |
Bevor Sie Anbieter vergleichen, sollten Sie Ihre Rolle klären, und zwar für jedes relevante Erzeugnis einzeln. Ein Unternehmen kann gleichzeitig Importeur von Kakaobohnen und nachgelagerter Marktteilnehmer für die daraus hergestellte Schokolade sein. Die Rolle bestimmt, ob Sie eine vollständige Due-Diligence-Plattform brauchen, eine schlanke Lösung für Referenznummern oder gar keine Software.
| Ihre Rolle | Pflichten | Softwarebedarf |
|---|---|---|
| Marktteilnehmer (Import, Erstinverkehrbringen, Export) | Vollständige Sorgfaltspflicht, Sorgfaltserklärung vor jedem Inverkehrbringen | Plattform mit Informationssystem-Anbindung, Geodatenprüfung, Lieferantenportal, Risikoanalyse, Audit-Paket |
| Kleinst- oder Kleinprimärerzeuger in einem Land mit geringem Risiko | Einmalige vereinfachte Erklärung, Identifikationsnummer | In der Regel keine eigene Software |
| Nachgelagerter Marktteilnehmer oder Händler, kein KMU | Registrierung, Referenznummern erfassen, fünf Jahre Aufzeichnungen | Lösung zum Erfassen, Prüfen und Verknüpfen von Referenznummern, Rückverfolgbarkeit zu Verkaufsartikeln |
| Nachgelagerter Marktteilnehmer oder Händler, KMU | Lieferanten und Abnehmer dokumentieren, als erster Abnehmer die Nummern erfassen | Software optional, sinnvoll bei vielen Lieferanten |
Die zweite Frage ist die Größe Ihrer Lieferkette. Mit fünf Lieferanten und zwanzig Flächen lässt sich vieles noch in Tabellen abbilden, auch wenn die Einreichung im Informationssystem dann von Hand erfolgt. Mit fünfzig Lieferanten, mehreren hundert Flächen und laufenden Sendungen kippt das Bild, weil Erinnerungen, Geodatenkorrekturen, Mengenverfolgung und Nachweise gleichzeitig laufen müssen. Genau dieses Segment, also mittelständische Unternehmen mit zehn bis einigen hundert Lieferanten, ist der Kern des Marktes und die Zielgruppe, für die Polygon One gebaut ist.
Die zehn Anbieter in diesem Vergleich lassen sich nach ihrer öffentlichen Positionierung drei Typen zuordnen.
Compliance-Plattformen mit EUDR-Modul decken den gesamten Sorgfaltspflichtenprozess ab und bieten daneben weitere Regularien wie PPWR, CSRD oder LkSG an. Dazu gehören Polygon One, osapiens, IntegrityNext, cubemos, Coolset, Prewave und Agriplace. Die Unterschiede liegen in Zielgruppe, Integrationstiefe und darin, wie ernst der Anbieter die EUDR-spezifischen Details nimmt, etwa die Geodatenprüfung oder die Verifikation fremder Erklärungen.
Satelliten- und Geodatenspezialisten haben ihre eigene Erdbeobachtungsanalytik als Kern. LiveEO mit TradeAware und Satelligence gehören hierher. Sie liefern die tiefste Entwaldungsanalyse, setzen aber teils voraus, dass der Kunde den Rest des Prozesses selbst organisiert oder ergänzende Systeme nutzt.
Traceability-Spezialisten wie Sourcemap kartieren komplexe globale Lieferketten bis zum Ursprung und richten sich an Konzerne mit sehr vielen Lieferanten über mehrere Stufen.
| Anbieter | Sitz | Typ | EUDR-Schwerpunkt laut Anbieter | Zielgruppe laut Anbieter |
|---|---|---|---|---|
| Polygon One | Düsseldorf | Compliance-Plattform | Vollständiger Prozess von Betroffenheitscheck bis Einreichung, EUDR und PPWR | Mittelständische Importeure, Hersteller und Händler |
| osapiens | Mannheim | Compliance-Plattform | ERP-native Automatisierung, Datennetzwerk, Multi-Entity | Konzerne, mit Easy Start auch KMU |
| LiveEO (TradeAware) | Berlin | Satellitenspezialist | Eigene Satelliten-KI, Rechtsprüfung mit lokalen Experten | Operators, Händler und Produzenten mit globalen Lieferketten |
| IntegrityNext | München | Compliance-Plattform | Lieferantennetzwerk mit über 2 Millionen registrierten Lieferanten | Konzerne mit vielen Lieferanten |
| Coolset | Amsterdam | Compliance-Plattform | EUDR neben CSRD, PPWR, EUTR und EcoVadis | Mittelstand mit ESG-Fokus |
| cubemos | München | Compliance-Plattform | EUDR integriert in ESG-, CSRD- und CO2-Prozesse | Mittelstand und größere Unternehmen |
| Prewave | Wien | Compliance-Plattform | EUDR-Module in einer Lieferkettenrisiko-Plattform | Konzerne mit komplexen globalen Lieferketten |
| Sourcemap | New York | Traceability-Spezialist | Lieferkettenkartierung bis zum Ursprung, sendungsbezogene Analyse | Konzerne und Marken mit vielstufigen Rohstoffketten |
| Satelligence | Utrecht | Satellitenspezialist | Radar- und optische Entwaldungsdaten, Datenlieferant für Partnerplattformen | Rohstoffunternehmen, Produzenten, Plattformpartner |
| Agriplace (Simvia) | Amsterdam | Compliance-Plattform | Dokumenten- und Zertifikatsnetzwerk, pragmatischer Ansatz | Agrar- und Lebensmittelbranche |
Alle Angaben zu anderen Anbietern beruhen auf deren öffentlichen Websites, Hilfezentren und Pressemitteilungen, Stand 4. September 2026.
Polygon One ist eine Ausgründung der TH Köln, wird über EXIST-Forschungstransfer gefördert und sitzt in Düsseldorf. Die Plattform bildet den kompletten EUDR-Prozess in sechs Schritten ab, vom Import der Stammdaten über den automatischen Betroffenheitscheck, die Datensammlung mit Lieferantenportal und geprüftem Parzellenimport, die Satelliten- und Legalitätsanalyse bis zur Einreichung der Sorgfaltserklärung direkt aus der Plattform. Das Cockpit zeigt nach dem Login immer den nächsten sinnvollen Schritt. Für nachgelagerte Unternehmen prüft Polygon One die Erklärungen der Lieferanten live gegen das Informationssystem und verknüpft sie über Stücklisten mit den eigenen Verkaufsartikeln. Ein PPWR-Modul läuft auf derselben Plattform mit derselben Lieferantenbasis. Die Daten liegen in der EU, das Helpcenter dokumentiert jede Funktion öffentlich, und der Einstiegspreis liegt bei rund 3.000 Euro pro Jahr. Die Details folgen weiter unten.
Agriplace aus Amsterdam, seit 2026 unter dem Namen Simvia, kommt aus dem Dokumenten- und Zertifikatsmanagement der Agrar- und Lebensmittelbranche. Lieferanten pflegen ihre Nachweise einmal im Netzwerk und stellen sie mehreren Abnehmern zur Verfügung. Für die EUDR positioniert sich Agriplace bewusst pragmatisch: Nach eigener Darstellung ist eine vollständig automatisierte DDS-Erzeugung nicht immer nötig, ein periodisches, teils manuelles Sammeln und Aggregieren der DDS-Daten reiche oft aus. Das Rollenmodell mit Marktteilnehmern, Nicht-KMU-Händlern und KMU-Händlern wird sauber erklärt, PPWR-Konformitätserklärungen sind ebenfalls abgedeckt. Eine eigene Satellitenanalyse oder eine direkte Einreichung im Informationssystem sind öffentlich nicht als Kernfunktion dokumentiert. Geeignet für Lebensmittelunternehmen, die bereits mit Zertifizierungssystemen wie GlobalG.A.P. arbeiten und EUDR als weiteres Dokumentationsthema sehen.
Coolset aus Amsterdam ist eine ESG-Plattform für den Mittelstand, die EUDR neben CSRD, EU-Taxonomie, VSME, PPWR, EUTR und EcoVadis anbietet. Die Entwaldungsprüfung nutzt nach Angaben des Anbieters Sentinel-2-Daten mit Continuous Change Detection gegen die Waldbasis der EU-Kommission zum Stichtag 2020. Sorgfaltserklärungen werden im TRACES-Format erzeugt und laut Anbieter direkt eingereicht, die Versionshistorie wird über fünf Jahre gespeichert. Coolset ist nach ISO 27001 und SOC 2 Type II zertifiziert, das Onboarding läuft als vierwöchiges Accelerator-Programm je Modul. Preise gibt es auf Anfrage, laut Anbieter ohne Einrichtungsgebühren. Geeignet für Nachhaltigkeitsteams, die mehrere Regularien in einer Plattform bündeln wollen und die EUDR als eines von mehreren Modulen sehen.
cubemos aus München versteht sich als KI-Plattform für ESG-Compliance und deckt neben der EUDR auch CSRD, VSME, EU-Taxonomie, CO2-Bilanzierung, LkSG/CSDDD, PPWR und den digitalen Produktpass ab. Die EUDR-Software prüft Artikel automatisch gegen den Anwendungsbereich, lädt Lieferanten per personalisiertem Link ohne Registrierung ein, gleicht jeden Lieferanten mit dem EU-Benchmarking ab und übermittelt Sorgfaltserklärungen über eine Schnittstelle an das Informationssystem, die Referenznummer wird automatisch zurückgespielt. Eingehende Erklärungen werden auf Gültigkeit geprüft. Eine eigene Satellitenanalyse ist öffentlich nicht dokumentiert, die Risikobewertung stützt sich laut Anbieter auf das EU-Benchmarking und weitere Risikodatenbanken. Preise auf Anfrage. Geeignet für Unternehmen, die EUDR und CSRD in einem System steuern wollen.
IntegrityNext aus München, gegründet 2016 und seit 2023 mit 100 Millionen Euro von EQT finanziert, bringt das größte Lieferantennetzwerk der Runde mit: über zwei Millionen registrierte Lieferanten in mehr als 190 Ländern. Die EUDR-Lösung sammelt Daten per Lieferanten-Selbstauskunft inklusive vorhandener Referenznummern, prüft Geodaten mit Sentinel-2-Bildern und KI-gestützter Landklassifikation, bewertet Produkt- und Länderrisiken automatisch und übermittelt Sorgfaltserklärungen an das Informationssystem. Maßnahmen werden im Action Tool verfolgt, Integrationen gibt es unter anderem zu SAP, Celonis und Coupa. Ein Referenzkunde nutzt die Plattform über mehr als 16 Konzerngesellschaften hinweg. Preise auf Anfrage. Geeignet für Konzerne, die viele Lieferanten bereits über ein Nachhaltigkeitsnetzwerk abfragen und EUDR dort anschließen wollen.
LiveEO aus Berlin, gegründet 2018, kommt aus der Satellitenanalytik und hat 2024 eine Series B über 25 Millionen Euro abgeschlossen. TradeAware kombiniert eine eigene Satelliten-KI zur Erkennung von Landnutzungsänderungen nach dem Stichtag 31. Dezember 2020 mit einer Rechtsprüfung durch lokale Experten in über 80 Ländern, umgesetzt mit der Kanzlei CMS. Das Lieferantenportal ist für Lieferanten kostenlos und unterstützt kaskadierendes Onboarding über mehrere Stufen, die Einreichung im Informationssystem läuft mit automatischem Abruf der Referenznummer und nach Angaben des Anbieters mit Schutz bei Ausfall des EU-Systems. Die API ist ERP-agnostisch, LiveEO ist SAP-Partner und SOC-2-zertifiziert. Eine kostenlose Lite-Variante gibt es zum Einstieg, Professional und Enterprise auf Anfrage, das Onboarding dauert laut Anbieter etwa vier Wochen. Geeignet für Unternehmen, bei denen die Tiefe der Satellitenanalyse im Mittelpunkt steht und die Ressourcen für eine geospatiale Plattform mitbringen.
osapiens aus Mannheim ist der bekannteste Name im deutschen Markt. Das Unternehmen wurde 2018 gegründet, hat 2024 eine Series B über 110,7 Millionen Euro unter Führung von Goldman Sachs Growth Equity abgeschlossen und zählt nach eigenen Angaben über 700 Unternehmen, die den HUB for EUDR nutzen. Die Plattform ist ERP-nativ mit Anbindungen an SAP, Oracle und Microsoft Dynamics, hat einen No-Code-Workflow-Builder und eine native Anbindung an das Informationssystem, bei der bestätigte Referenznummern automatisch ins ERP zurückfließen. Die Satellitenanalyse ist nach Angaben des Anbieters an über 80 Millionen analysierten Hektar kalibriert, die Legalitätsprüfung wurde mit einer Kanzlei entwickelt. Das Lieferantenportal hat eine eigene REST-API, über das osapiens-Datennetzwerk tauschen Kunden Daten untereinander aus. Für kleine und mittlere Unternehmen gibt es das Easy-Start-Programm mit Flatrate-Modell. Die Daten liegen auf EU-Servern, konkrete Preise gibt es nur auf Anfrage. Geeignet für Konzerne mit mehreren Gesellschaften, tiefer ERP-Integration und breitem ESG-Scope von CSRD über CBAM bis PPWR.
Prewave aus Wien, gegründet 2017 und 2024 mit einer Series B über 63 Millionen Euro finanziert, ist im Kern eine Plattform für Lieferkettenrisiko-Monitoring und wurde im Gartner Magic Quadrant 2026 für Supplier Risk Management Solutions als Leader eingestuft. Die EUDR-Module für eingehende und ausgehende Waren sowie Sorgfaltserklärungen sind sauber dokumentiert. Bemerkenswert ist die Geodatenvalidierung: Polygone müssen geschlossen sein, dürfen keine Löcher und keine sich schneidenden Linien haben und müssen im angegebenen Produktionsland liegen. Die Entwaldungsprüfung läuft gestuft über die Waldkarte des EU Forest Observatory, offene Satellitendaten und den Partner Satelligence. Das Legalitäts-Assessment wurde mit Taylor Wessing entwickelt. Eine öffentliche API ist vorhanden, Preise auf Anfrage. Geeignet für Unternehmen, die ohnehin ein Frühwarnsystem für Lieferkettenrisiken betreiben und EUDR daran anschließen.
Satelligence aus Utrecht ist der Spezialist für satellitengestütztes Entwaldungsmonitoring und arbeitet mit Radar- und optischen Daten, unter anderem mit einer eigenen globalen Kakaokartierung. Das Unternehmen kooperiert mit der World Cocoa Foundation und dem European Forest Institute und liefert seine Analysen auch in Partnerplattformen wie Prewave. Geflaggte Flächen werden im Case Tracker mit Lieferanten bearbeitet und auditsicher protokolliert. Eine direkte Einreichung im Informationssystem, ein klassisches Lieferantenportal oder eine Legalitätsprüfung sind öffentlich nicht als Kernprodukt dokumentiert, der Schwerpunkt liegt auf Soja, Palmöl, Kakao, Kaffee und Kautschuk. Preise auf Anfrage mit kundenspezifischen Servicevereinbarungen. Geeignet für Rohstoffunternehmen und Produzenten, die belastbare Entwaldungsdaten als Grundlage für ihre eigene Compliance-Dokumentation brauchen.
Sourcemap aus New York ist eine Ausgründung des MIT Media Lab und der Traceability-Spezialist der Runde: über 250 Marken und 5,5 Millionen kartierte Lieferanten. Für die EUDR ist Sourcemap nach eigenen Angaben live mit dem Informationssystem und mit SAP verbunden, Sorgfaltserklärungen werden aus dem ERP heraus ausgelöst und in Minuten eingereicht, dazu kommt eine Integration in Salesforce Net Zero Cloud. Die Satellitenanalyse ist sendungsbezogen, die Legalitätsprüfung umfasst auch Landnutzungsrechte und die freie, vorherige und informierte Zustimmung lokaler Gemeinschaften. Die EUDR-Lösung ist nach ISO 27001 zertifiziert, Referenzkunden sind unter anderem Oxford University Press und ECOM. Preise auf Anfrage. Geeignet für Konzerne mit vielstufigen Rohstoffketten, die Rückverfolgbarkeit bis zur Farm über zehntausende Lieferanten brauchen.
Die Matrix fasst zusammen, was die Anbieter zu den zwölf Kriterien öffentlich dokumentieren. "Ja" bedeutet, dass die Funktion in der Dokumentation, dem Hilfezentrum oder einer Pressemitteilung des Anbieters konkret beschrieben ist. "Teilweise" bedeutet, dass die Funktion beworben, aber nicht im Detail beschrieben ist, oder dass nur ein Teil des Kriteriums erfüllt ist. "Keine Angabe" bedeutet, dass wir keine öffentliche Angabe gefunden haben, nicht, dass die Funktion fehlt.
| Kriterium | Polygon One | osapiens | LiveEO | IntegrityNext | Coolset | cubemos | Prewave | Sourcemap | Satelligence | Agriplace |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Direkte Anbindung an das Informationssystem mit automatischem Abruf der Referenznummer | Ja | Ja | Ja | Ja | Teilweise | Ja | Teilweise | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe |
| Prüfung fremder Sorgfaltserklärungen gegen das Informationssystem | Ja | Teilweise | Ja | Teilweise | Teilweise | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe |
| Geodatenprüfung vor dem Import (Geometrie, Land, Präzision) | Ja | Teilweise | Teilweise | Keine Angabe | Teilweise | Teilweise | Ja | Teilweise | Teilweise | Keine Angabe |
| Lieferantenportal ohne eigenes Konto | Ja | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Ja | Teilweise | Teilweise | Keine Angabe | Teilweise |
| Satellitengestützte Entwaldungsanalyse | Ja | Ja | Ja | Ja | Ja | Keine Angabe | Ja | Ja | Ja | Keine Angabe |
| Legalitätsprüfung mit Dokumenten und Fragebogen | Ja | Ja | Ja | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Ja | Ja | Keine Angabe | Ja |
| Audit-Log und Exportpaket für Kontrollen | Ja | Ja | Ja | Teilweise | Ja | Ja | Teilweise | Teilweise | Teilweise | Teilweise |
| API oder ERP-Anbindung | Ja | Ja | Ja | Ja | Teilweise | Ja | Teilweise | Ja | Teilweise | Teilweise |
| EUDR und PPWR auf einer Plattform | Ja | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe | Ja | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Ja |
| EU-Hosting öffentlich angegeben | Ja | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe |
| Öffentlicher Einstiegspreis | Ja | Keine Angabe | Teilweise | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe |
| Deutschsprachige Oberfläche und Support | Ja | Ja | Teilweise | Ja | Keine Angabe | Ja | Ja | Keine Angabe | Keine Angabe | Keine Angabe |
Dass Polygon One in allen zwölf Zeilen mit "Ja" steht, hat zwei Gründe. Erstens sind die Funktionen vorhanden. Zweitens legen wir unser Helpcenter mit 47 EUDR-Seiten vollständig offen, sodass sich jede Zeile nachlesen lässt. Bei mehreren Wettbewerbern ist die Funktionstiefe vermutlich größer, als die öffentliche Dokumentation zeigt. Fragen Sie in Demos gezielt nach den Zeilen mit "Teilweise" und "Keine Angabe".
Wer nach EUDR Software Kosten sucht, stößt auf eine Mauer. Neun der zehn Anbieter veröffentlichen keine Preise, die Angebote entstehen im Vertriebsgespräch. Das ist bei Enterprise-Software üblich, macht die Auswahl für mittelständische Unternehmen aber unnötig schwer, weil sich ohne Preisrahmen nicht einmal entscheiden lässt, welche Anbieter überhaupt in Frage kommen.
| Anbieter | Öffentliche Preisangabe | Modell laut Anbieter | Einstieg |
|---|---|---|---|
| Polygon One | Ab rund 3.000 Euro pro Jahr | Nach Zahl der Artikel, Lieferanten und Nutzer sowie Laufzeit | Angebot nach einem 30-Minuten-Gespräch mit Live-Demo |
| osapiens | Auf Anfrage | Easy Start für KMU als Flatrate, Enterprise-Lizenzen | Reduzierter Einstiegspreis laut Anbieter, keine Zahl |
| LiveEO (TradeAware) | Lite-Variante kostenlos | Professional und Enterprise auf Anfrage | Kostenloser Workshop mit EUDR-Experten |
| IntegrityNext | Auf Anfrage | EUDR Starter und Vollversion | Readiness-Assessment |
| Coolset | Auf Anfrage | Modulare Plattform, laut Anbieter ohne Einrichtungsgebühren | Vierwöchiges Accelerator-Programm |
| cubemos | Auf Anfrage | Modulare ESG-Plattform | Demo |
| Prewave | Auf Anfrage | Module Inbound, Outbound und DDS | Demo |
| Sourcemap | Auf Anfrage | Enterprise-Verträge | Demo |
| Satelligence | Auf Anfrage | Kundenspezifische Servicevereinbarungen | Gespräch |
| Agriplace (Simvia) | Auf Anfrage | Netzwerkbasiertes Modell | Demo |
Bei Polygon One richtet sich der Preis nach dem Umfang, also der Zahl der EUDR-relevanten Artikel und Lieferanten, der Nutzerplätze und der Vertragslaufzeit, wobei längere Laufzeiten günstiger sind. Der Einstieg liegt bei rund 3.000 Euro pro Jahr für kleine Lieferketten. Damit ist die Software auch für Unternehmen erreichbar, die nur wenige Importe pro Jahr abwickeln, aber ab dem 30. Dezember 2026 trotzdem ohne Referenznummer keine Ware mehr abgefertigt bekommen.
Wir haben Polygon One für Unternehmen gebaut, die keine Compliance-Abteilung haben, aber ab Dezember 2026 jede Sendung sauber durch den Zoll bringen müssen. Sechs Punkte machen aus unserer Sicht den Unterschied, jeder davon ist im Helpcenter dokumentiert.
Fehlerhafte Geodaten sind der häufigste Grund für Probleme bei der Einreichung, und sie fallen bei den meisten Werkzeugen erst auf, wenn die Erklärung abgelehnt wird oder die Ware am Zoll steht. Der Parzellenimport von Polygon One ist deshalb ein stufiger Prüfworkflow. Er nimmt GeoJSON, CSV und Excel mit WKT-Geometrie entgegen, erkennt Spalten automatisch, prüft die Länderplausibilität jeder Koordinate gegen das Produktionsland, zeigt ein Präzisionshistogramm, warnt bei automatisch korrigierter Koordinatenreihenfolge oder entfernten Polygonlöchern und führt ein Problemregister, das sich exportieren und an den Lieferanten zurückgeben lässt. Je Zeile entscheiden Sie, ob eine Fläche bestätigt und beim Versand technisch auf das EUDR-Format aufgefüllt, übersprungen oder ein Punkt zu einem Polygon gepuffert wird. Unter den zehn Anbietern dokumentiert nur Prewave eine ähnlich strenge Geometrieprüfung.
Die Datensammlung bei Lieferanten ist der zeitintensivste Teil der EUDR, Antworten dauern erfahrungsgemäß Tage bis Wochen. Das Lieferantenportal senkt die Hürde so weit wie möglich: Der Lieferant öffnet einen sicheren Link, ohne Registrierung und ohne Passwort, wählt zwischen Deutsch, Englisch, Französisch und Spanisch, zeichnet seine Flächen auf der Karte oder lädt GeoJSON hoch, beantwortet den Legalitätsfragebogen, lädt Zertifikate und Lizenzen hoch und lädt bei Bedarf seine eigenen Unterlieferanten ein. Der Link bleibt gültig, fehlende Daten werden nachgeliefert, automatische Erinnerungen und gezielte Update-Anfragen halten den Stand aktuell. Jede Lieferanteneinreichung landet im Audit-Log.
Polygon One ist per Web-Service direkt an das EU-Informationssystem angebunden. Sie hinterlegen Ihre Zugangsdaten getrennt für Test- und Produktivumgebung und reichen Erklärungen mit einem Klick ein. Referenz- und Prüfnummer werden automatisch abgerufen, der Status wird im Hintergrund synchronisiert und zeigt auch behördliche Kontrollen und Korrekturanforderungen. Vor der Einreichung prüft das System die Pflichtangaben, etwa die ergänzenden Maßeinheiten je HS-Code. Für jeden Übermittlungsversuch wird das exakt gesendete XML als Snapshot für die gesetzliche Aufbewahrungsfrist gespeichert. Erklärungen lassen sich rechtsverbindlich zurückziehen. Und weil Bestellungen automatisch passenden Erklärungen zugewiesen werden, das Volumen gegen die angemeldete Menge verfolgt wird und bei Erschöpfung eine Überlauf-Erklärung entsteht, bleibt der laufende Betrieb ohne Handarbeit sauber.
Händler und Verarbeiter, die selbst keine Erklärungen einreichen, brauchen etwas anderes als eine DDS-Maschine. Mit Externe DDS verknüpfen erfassen Sie die Referenz- und Prüfnummern Ihrer Lieferanten und ordnen sie Artikeln und Mengen zu. Mit In TRACES verifizieren prüfen Sie live gegen das Informationssystem, ob die Erklärung existiert und noch verwendbar ist. Über die Stückliste verbinden Sie Eingangsartikel mit Verkaufsartikeln, sodass ausgehende Ware ihre Rückverfolgbarkeit aus den eingehenden Erklärungen bezieht. Die Automatisierung weiß außerdem, wann gar keine Erklärung nötig ist, etwa bei EU-Lieferanten oder bei Herkunft aus einem Land mit geringem Risiko, für das die vereinfachte Sorgfaltspflicht nach Artikel 13 gilt.
Sobald eine Fläche gespeichert oder vom Lieferanten übermittelt wird, startet die Satellitenauswertung gegen den Stichtag 31. Dezember 2020. Für die Legalität werden Dokumente per KI analysiert, Zertifizierungen wie FSC, PEFC oder ISCC automatisch den abgedeckten Kategorien zugeordnet, und eine gültige FLEGT-Lizenz erfüllt bei Holz aus VPA-Ländern alle Kategorien auf einmal. Der Befund-Katalog beschreibt jeden Befund mit Schweregrad und Lösungsweg, der Mitigierungsdialog führt durch die Behebung. Die Regeln der Nachweis-Akzeptanz sind streng: Eine gesendete Anfrage ist keine Behebung, eine unbestätigte Lieferantenantwort auch nicht, und eine auf eigene Verantwortung akzeptierte Aussage wird im Compliance-Bericht als solche ausgewiesen. Polygon One trifft ausdrücklich keine juristische Bewertung und sagt Ihnen, wann Sie eskalieren sollten. Genau diese Nachvollziehbarkeit ist es, die bei einer Kontrolle zählt. Das Audit-Paket bündelt dafür Stammdaten, Analyseergebnisse, Originaldokumente und Übermittlungs-Snapshots in einem Archiv mit Manifest.
Viele Unternehmen, die von der EUDR betroffen sind, müssen seit dem 12. August 2026 auch die Verpackungsverordnung PPWR erfüllen. Polygon One deckt beides auf einer Plattform mit derselben Lieferantenbasis ab. Von den zehn verglichenen Anbietern bieten das sonst nur osapiens, cubemos, Coolset und Agriplace, keiner der Satelliten- oder Traceability-Spezialisten. Alle Daten liegen in der EU, Rollen und Berechtigungen sind je Aktion konfigurierbar, das Aufgaben-Routing verteilt neue Lieferanten automatisch nach Land an das zuständige Teammitglied. Und wir nennen als einziger Anbieter der Runde einen Einstiegspreis.
Ein Vergleich, in dem der Autor überall gewinnt, ist wertlos. Es gibt Situationen, in denen wir Ihnen zu einem Wettbewerber raten würden.
Wenn Sie einen Konzern mit mehreren rechtlichen Einheiten, einer gewachsenen SAP-Landschaft und einem eigenen Compliance-Team betreiben und die EUDR als einen Baustein neben CSRD, CBAM und LkSG in einer Plattform abbilden wollen, sind osapiens und IntegrityNext die naheliegenden Kandidaten. osapiens ist ERP-nativ und bringt einen No-Code-Workflow-Builder mit, IntegrityNext hat mit über zwei Millionen registrierten Lieferanten das größte Netzwerk.
Wenn Ihre Lieferkette aus zehntausenden Kleinbauern in Westafrika oder Südostasien besteht und Sie Rückverfolgbarkeit auf Sendungsebene über mehrere Stufen brauchen, ist Sourcemap gebaut worden. Wenn Sie eine eigene GIS-Abteilung haben und die Qualität der Satellitenanalyse das entscheidende Kriterium ist, sollten Sie LiveEO und Satelligence in die engere Wahl nehmen. Beide gehen in der Erdbeobachtung tiefer als jede Compliance-Plattform, auch tiefer als wir.
Wenn Sie primär ein Frühwarnsystem für Lieferkettenrisiken betreiben und die EUDR daran anschließen wollen, ist Prewave der passende Anbieter. Und wenn Sie in der Lebensmittelbranche ohnehin mit GlobalG.A.P. und ähnlichen Zertifikatssystemen arbeiten und die EUDR vor allem als Dokumentationsthema sehen, lohnt sich ein Blick auf Agriplace.
| Profil | Typische Anforderung | Unsere Empfehlung |
|---|---|---|
| Mittelständischer Importeur von Kaffee, Kakao, Holz, Kautschuk oder Soja mit 10 bis 500 Lieferanten | Vollständige Sorgfaltspflicht, Geodaten von Lieferanten einsammeln und prüfen, Einreichung ohne Handarbeit, kalkulierbare Kosten | Polygon One |
| Hersteller mit EUDR- und PPWR-Pflichten, etwa Möbel, Verpackungen oder Lebensmittel | Beide Regularien mit einer Lieferantenbasis, Stücklisten, Rückverfolgbarkeit zu Verkaufsartikeln | Polygon One |
| Großhändler oder Verarbeiter als nachgelagerter Marktteilnehmer, kein KMU, viele eingehende Referenznummern | Registrierung, Nummern erfassen und gegen das Informationssystem prüfen, fünf Jahre Aufzeichnungen, Audit-Paket | Polygon One |
| Konzern mit SAP-Landschaft, mehreren Gesellschaften und eigenem Compliance-Team | Multi-Entity, ERP-native Workflows, breiter ESG-Scope | osapiens oder IntegrityNext |
| Rohstoffhändler mit zehntausenden Kleinbauern und eigener GIS-Abteilung | Sendungsbezogene Rückverfolgbarkeit, tiefste Satellitenanalyse | Sourcemap, LiveEO oder Satelligence |
| Unternehmen mit bestehendem Lieferkettenrisiko-Monitoring | EUDR als Modul im Frühwarnsystem | Prewave |
Für diesen EUDR Software Vergleich haben wir die öffentlichen Websites, Hilfezentren, Dokumentationen, Preisseiten und Pressemitteilungen der zehn Anbieter ausgewertet, Stand 4. September 2026. Wir haben die Wettbewerbsprodukte nicht selbst getestet. Jedes Kriterium in der Matrix wurde nur dann mit "Ja" bewertet, wenn die Funktion konkret beschrieben ist, Werbeformulierungen ohne Beschreibung haben wir als "Teilweise" gewertet. Aussagen zu Marktanteilen, Genauigkeit von Analysen oder Compliance-Garantien einzelner Anbieter haben wir bewusst nicht übernommen, weil sie sich von außen nicht prüfen lassen. Die Auswahl der zehn Anbieter folgt ihrer Sichtbarkeit im deutschsprachigen Markt und in bestehenden Vergleichen. Wenn Sie als Anbieter eine Angabe korrigieren möchten, schreiben Sie uns, wir aktualisieren den Artikel mit Datum.
Das hängt von Rolle und Größe ab. Für mittelständische Importeure, Hersteller und Händler mit zehn bis einigen hundert Lieferanten ist Polygon One aus unserer Sicht die beste Wahl, weil die Plattform den gesamten Prozess von der Betroffenheitsprüfung bis zur Einreichung abdeckt, Geodaten vor dem Import prüft, Lieferanten ohne Konto einbindet und EUDR sowie PPWR auf einer Plattform vereint. Konzerne mit SAP-Landschaft und mehreren Gesellschaften sind bei osapiens oder IntegrityNext gut aufgehoben, Unternehmen mit eigener GIS-Abteilung bei LiveEO oder Satelligence.
Neun der zehn verglichenen Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Polygon One startet bei rund 3.000 Euro pro Jahr, der Preis richtet sich nach der Zahl der Artikel, Lieferanten und Nutzer sowie der Laufzeit. Bei Enterprise-Plattformen liegen die Jahreslizenzen erfahrungsgemäß deutlich darüber, konkrete Zahlen erhalten Sie dort nur im Vertriebsgespräch.
Als Händler oder nachgelagerter Marktteilnehmer reichen Sie keine eigenen Sorgfaltserklärungen ein. Sind Sie kein KMU, müssen Sie sich im Informationssystem registrieren, die Referenznummern Ihrer Lieferanten erfassen und fünf Jahre aufbewahren. Eine Software lohnt sich, sobald Sie viele Lieferanten haben oder die Nummern gegen das Informationssystem prüfen und mit Ihren Verkaufsartikeln verknüpfen wollen. Als KMU auf nachgelagerter Stufe genügen Aufzeichnungen, Software ist optional.
Mindestens die direkte Einreichung per Schnittstelle mit automatischem Abruf von Referenz- und Prüfnummer, die Statusverfolgung inklusive behördlicher Kontrollen, das Zurückziehen von Erklärungen und die Speicherung der übermittelten Daten für die Aufbewahrungsfrist. Für nachgelagerte Unternehmen kommt die Prüfung fremder Erklärungen gegen das Informationssystem hinzu. Wie das System selbst funktioniert, erklärt unser Artikel zum EUDR Informationssystem.
Für eine erste Bestandsaufnahme ja. Für den laufenden Betrieb wird es schwierig, weil Geodaten geprüft, Lieferanten erinnert, Mengen gegen Erklärungen verfolgt und Nachweise fünf Jahre revisionssicher aufbewahrt werden müssen. Spätestens wenn mehrere Personen parallel an Lieferanten, Flächen und Erklärungen arbeiten, fehlt in Tabellen die Nachvollziehbarkeit, die bei einer Kontrolle verlangt wird.
Flächen über vier Hektar müssen als Polygon angegeben werden, kleinere dürfen ein Punkt sein. Typische Fehler sind Koordinaten im falschen Land, zu wenige Nachkommastellen, nicht geschlossene Polygone, Löcher oder sich kreuzende Linien. Eine gute Software prüft das vor dem Import und nicht erst bei der Einreichung.
osapiens richtet sich mit einer ERP-nativen Plattform, No-Code-Workflows und einem breiten ESG-Scope vor allem an Konzerne und nennt keine Preise. Polygon One ist auf mittelständische Unternehmen ohne eigene Compliance-Abteilung ausgelegt, führt über das Cockpit durch den Prozess, prüft Geodaten vor dem Import, bindet Lieferanten ohne Konto ein und nennt einen Einstiegspreis ab rund 3.000 Euro pro Jahr. Beide Anbieter decken EUDR und PPWR ab und hosten in der EU.
Die Plattform selbst ist schnell eingerichtet, der Engpass ist die Datensammlung bei den Lieferanten, deren Antworten erfahrungsgemäß Tage bis Wochen dauern. Deshalb sollten Sie Lieferanten so früh wie möglich einladen und parallel die übrigen Schritte erledigen. Polygon One begleitet die Einführung mit einem persönlichen Onboarding.
Der EUDR-Softwaremarkt 2026 ist groß, intransparent und voller Versprechen. Wer ihn sortiert, findet drei Anbietertypen, sehr unterschiedliche Zielgruppen und fast keine öffentlichen Preise. Die richtige Wahl beginnt bei der eigenen Rolle in der Lieferkette und bei der Frage, wie viele Lieferanten, Flächen und Sendungen zu bewältigen sind. Für Konzerne mit tiefer ERP-Integration und für Spezialfälle mit zehntausenden Kleinbauern gibt es starke Anbieter, die wir in diesem Artikel benannt haben.
Für den Mittelstand, also für Importeure, Hersteller und Händler, die ab dem 30. Dezember 2026 jede Sendung sauber durch den Zoll bringen müssen, ohne dafür eine Abteilung aufzubauen, ist Polygon One aus unserer Sicht die beste Wahl. Der Prozess folgt der Verordnung, Geodaten werden geprüft, bevor sie Probleme machen, Lieferanten kommen ohne Hürden an Bord, die Anbindung an das Informationssystem ist vollständig, die Dokumentation hält einer Kontrolle stand, PPWR läuft auf derselben Plattform, und der Preis ist von Anfang an klar.
Wenn Sie sehen möchten, wie das mit Ihren Lieferanten und Artikeln aussieht, vereinbaren Sie ein 30-minütiges Gespräch mit Live-Demo. Sie erhalten danach ein Angebot für Ihren Umfang.
Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und stellt keine Rechtsberatung dar. Angaben zu anderen Anbietern beruhen auf deren öffentlicher Dokumentation zum genannten Stichtag. Produkt- und Firmennamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.
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Oder direkt per E-Mail: a.ruetjes@polygon-one.com
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